Unterhaltung

In Madrid versteht man es Party zu feiern. Jedoch bei weitem nicht mit so viel Enthusiasmus wie noch in den 80ern, während der movida madrileña (der Periode nach 35 Jahren Diktatur, als das künstlerische, intellektuelle und soziale Leben erneut zu explodieren begann). Das Wochenende beginnt am Donnerstagabend, wenn die Menschen ihre Lieblingsbar stürmen. An Wochenenden treibt es auch die Leute aus Vororten und der Umgebung in die Stadt. Madrileños tendieren dazu, nicht vor Mitternacht auszugehen und kommen in Clubs erst gegen 3 Uhr morgens an. Auch wenn man lieber eine ruhige Kugel schieben möchte, wird man nicht enttäuscht werden (Es sei denn, man hat ein Abendessen um halb sechs geplant).

Am besten erkundet man Madrids Nachtleben indem man die Bezirke entdeckt. An Wochenenden sind dort die Menschen ständig auf den Straßen. Moncloa ist eine Studentenoase, Malasaña ist voller Teens und 18-30-Jähriger. Huertas ist meist von Partygängern in den 20ern und 30ern bevölkert, Bilbao und Alonso Martínez bietet für alle Altersgruppen etwas. In Chueca geht es am progressivsten zu. Hier ist die Schwulen-Community zuhause. Die Gegend um Salamanca, mit all den teuren Bars, ist Yuppies vorbehalten.

Discos & Clubs

Discos und Clubs bleiben meist bis in die frühen Morgenstunden (6 Uhr) geöffnet. Nach einer durchtanzten Nacht im Joy Madrid ist es zum Beispiel Sitte, noch eine heiße Schokolade nebenan in der Chocolatería San Gines zu trinken. Andere Clubs sind ebenfalls einen Besuch wert, u.a. Palacio de Gaviria und < a href="detail.html?detailID=2137">Kapital. Der Bezirk Malasaña ist ebenso gespickt mit Bars und Clubs und ziehen jüngeres Partyvolk an. Es ist einfach, sich die ganze Nacht zu vergnügen, besonders am Plaza del 2 de Mayo. Black & White ist eine der bekanntesten Schwuldendiskos der Stadt.

Galerien und Museen

Die Stadt ist voll von Kunstgalerien aller Couleur. Die Galería Capa Esculturas zum Beispiel hat sich auf Skulpturen spezialisiert und präsentiert die besten Newcomer der Kunstszene. Galería Estiarte hat sich der Grafik gewidmet, internationalen Kunstgeschmack bietet die Galería del Cisne mit katalanischen Kunstwerken. In den Bezirken Salamanca und Alonso Martínez finden sich ebenfalls einige Galerien.

Von berühmten Malern bis berüchtigten Motorradfahrern, die Museen Madrids haben sich allerlei Thematik gewidmet. Die drei wichtigsten Kunstsammlungen Spaniens befinden sich alle einen Steinwurf vom "Goldenen Dreieck" entfernt. Das Museo del Prado ist das berühmteste und stellt Meisterwerke von El Greco, Velázquez und Goya aus. Das Thyssen Bornemizsa zeigt Van Dyck, Van Gogh, Degas, Dalí, Carpaccio und Kandinsky. Das Centro de Arte Reina Sofía ist auf zeitgenössische Kunst Spaniens spezialisiert, u.a. Picassos Guernica und Arbeiten von Miró und Dalí. Interessante Ausstellungsstücke finden sich natürlich auch in den kleineren Museen wie dem Museo de los Bomberos (Feuerwehrmuseum).

Kino

Kinos befinden sich entlang der Gran Vía, östlich des Plaza de España. Filme werden meist auf Spanisch synchronisiert. Wer Filme im Original sehen möchte, diese sind mit den Buchstaben V.O. gekennzeichnet: versión original.

Tanz

Viele Bars und Clubs sind mit traditionellem tablao ausgestattet, auf dem Flamenco getanzt wird. Mainstream-Locations wie das Teatro de la Zarzuela und das Centro Cultural de la Villa (unter dem Wasserfall in der Mitte es Plaza de Colón) führen Ballett und zeitgenössischen Tanz internationaler Ensemble auf. Obwohl Flamenco aus dem Süden Spaniens kommt, zieht Madrid viele Topacts an. Casa Patas oder Candela sollte man nicht auslassen. Einfach durch die Tore des Plaza Mayor gehen, bis man Musik hört, die einem gefällt (man muss jedoch hohes Eintrittsgeld zahlen).

Livemusik

Jazzliebhaber können aus einer Reihe Clubs in Huertas auswählen, inklusive dem Lokalfavoriten Populart. Rock und Indie spielt man in größeren Clubs wie La Riviera, in denen auch internationale Größen auftreten.

Das nette Teatro de la Zarzuela und das Teatro Real sind bestens geeignet für klassische Konzerte und Opern.

Theater

Duzende Theater zeigen Werke berühmter spanischer Dramatiker, nach denen auch viele der Metrohaltestellen benannt sind (Quevedo, Tirso de Molina). Das Nuevo Apolo, das Abadía und die Comedia sind nur einige davon. Spanisches Theater der experimentellen Sorte bietet Sala Cuarta Pared oder Sala El Canto de la Cabra. Das Stadtmagazin "What's on", in englischer Sprache, bietet alle nötigen Informationen zu internationalen Aufführungen.

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