Die Stadt London wurde von den Römern um ca. 50 v.d.Z. gegründet. Sie errichteten eine Mauer um die Stadt und bauten eine Brücke über die Themse, um eines der wichtigsten Handelszentren im damaligen Londinium zu etablieren. Im Jahre 60 v.d.Z. erwies Boadicea, Stammeskönigin der Kelten and wilde Streitwagenführerin, den Briten einen großen Dienst, indem sie fast die ganze Stadt niederbrannte und so von den Römern befreite.
Die kommenden 550 Jahre waren allerdings gezeichnet von Auswanderung, Plünderungen, Besetztungen, Eroberungen der Wikinger und den germanischen Sachsen.
Im siebten Jahrhundert wurde die erste Version der St. Paul's Kathedrale fertiggebaut. Zwei Jahrhunderte nach der Besetzung des sächsischen Konig Alfred des Grossen eroberten die die Normannen das Land. 1066 kam William der Eroberer an die Macht. Für ihn war London die beeindruckendste Stadt seines neuen Königreiches. Er beschloss sich zu bleiben und ließ sich in Westminster Abbey zum König von England krönen. William gab auch den Weissen Turm in Auftrag, den ersten Teil des heutigen Tower of London.
Im Mittelalter dehnte London sich trotz häufiger Brände und der Pest, die 1348 fast die Hälfte der 60.000 Einwohner dahinraffte, rasch aus.
1485 kamen die Tudors an die Macht und mit ihnen der berüchtigte Heinrich der Achte. Heinrich stand vor dem Problem, dass er keine Söhne hatte und also beschloss, eine jüngere Frau zu heiraten. Das hätte allerdings bedeutet, sich scheiden lassen zu müssen - was der Papst nier erlaubt hätte. Also gründete er kurzerhand die Church of England und verbat den Katholizismus. Grundstücke, die voher der Kirche gehörten, gelangten in sein persönlicher Besitz. Er teilte die Ländereien auf und schenkte sie seinen Freunden, aber auch seinen potentiellen Feinden. Der "Convent Garden" - was eigentlich Klostergarten bedeutete - wurde zu Covent Garden. Der Grundbesitz von Westminster Abbey, zum grössten Teil das gegenwärtige West End, wurde vollständig erschlossen. Kurz - dank Heinrich entstand das London wie wir es heute kennen.
1598 wurde das Globe Theatre errichtet. Zur Unterhaltung bot es dem Publikum Stücke von Shakespeare an. Zu dieser Zeit wohnten etwa 220.000 Menschen in London - die Stadt dehnte sich schnell aus.
Die Pest 1665 und der grosse Brand von London 1666 hatten zwei Effekte: Die Stadt war zwar schwer beschädigt worden, was aber auch die Möglichkeit bot, ganz neu anzufangen. Christopher Wren nutzte die Gelegenheit und entwarf und errichtete 51 Kirchen inclusive der St Paul's Kathedrale.
Die Bevölkerungszahl der Stadt wuchs rasant an. Im Jahre 1720 hatte London bereits 750.000 Einwohner, doch im 19. Jahrhundert - mit dem Einsetzen der Industriellen Revolution - explodierte die Bevölkerungzahl explosionsartig auf 2,5 Millionen. Der Schriftsteller Charles Dickens (1812 geboren) entwirft in seinen Bücher ein nicht gerade sympathisches Bild von London als einer schmutzigen, von Dunstschwaden verhangen Stadt, beherrscht von Armut und Verbrechen.
Im zweiten Weltkrieg wurden große Teile Londons zerstört. 1945 fing man mit dem Wiederaufbau an. Ein Kernstück des neuen Londons war das South Bank Centre, dessen - dem Stil der Zeit entsprechendend - funktionaler Bau zum Kernstück der schönen Künste wurde.
In den "Swinging Sixties" stand London an vorderster Front der Mode. Twiggy, das erste Supermodel, gilt heute als Symbol einer ganzen Ära. Carnaby Street, mit Mary Quant Colour Shop im Mittelpunkt der Jugendszene. London seitdem eine Topadresse für internationale Designer geblieben.
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