Milano muss man sich erarbeiten. Kommt man an und sucht die bekannten Sehenswürdigkeiten, dann ist man enttäuscht: Dom, die Galleria, die bescheidene Scala, das war's - denkt man. Doch wenn man sich Zeit nimmt und zum Castello findet, den berühmten Friedhof aufsucht und Freude an den weltbekannten Modeboutiquen hat, dann bekommt man Sympathie für diese quicklebendige Großstadt. Negativ: die allseits hohen Preise, was einem besonders auffällt, wenn man aus dem relativ günstigen Rom kommt. Aber Rom ist ja als Sitz der Staatsbeamten bekannt, die keine sehr großen Gehälter bekommen, während sich in Mailand das Geld befindet. So haben es mir wenigstens einheimische Freunde zu erklären versucht.
Letzter Besuch: Juni 2004
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(Problem melden)Mailand liebt man selten auf den ersten Blick. Gerne verhüllt sich die Stadt im Nebel und der Himmel ist verhängt. Dennoch gibt es außer Konsumtempeln (Montenapoleone, das "Goldene Dreieck"), Musikheiligtümern (die Scala!), Kunstschätzen (das Abendmahl von Leonardo da Vinci in Sta Maria delle Grazie) und Kirchen (der Dom, natürlich!; San Lorenzo; Sant'Ambrogio) noch viel mehr zu entdecken. In welcher Stadt sonst haben sogar Bettler Krawatten umgebunden? "Fare bella figura", eine gute Figur machen, ist hier an allen Ecken schon an der Kleidung abzulesen. An Sehenswürdigkeiten wäre außerdem einmal das Castello Sforzesco zu nennen. Schon als Burganlage imposant und interessant, beherbergt es eine Unmenge an Museen der verschiedensten Couleur. Der Eintritt ist umsonst (!), dazu bekommt man auch noch gratis in jedem Saal Blätter mit Beschreibungen der ausgestellten Stücke, nicht selten mit Farbbildern (!!). Ein weiterer Höhepunkt ist das Navigli-Viertel. In stimmungsvoller Atmosphäre, entlang alter Kanäle, sind Antiquitätenläden und vieles mehr versammelt. Vor allem in der Dämmerung ist das Licht unvergleichlich. Mailand hat so viele Gesichter, dass eine Bezeichnung niemals ausreichen kann. Nachteile sind die wie meist in Italien hohen Preise, und das nicht nur in den Luxusboutiquen. Was aber in den Hauptstraßen teuer ist, wird in Nebenstraßen oft erschwinglich. Mailand ist natürlich auch vor allem eine Industriestadt, mit allen Vor- und Nachteilen!
Empfehlenswert für: Theater/Musik, Schnäppchenjäger
Letzter Besuch: Februar 2004
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