Es ist einmalig, wenn man mit der "bonde", wie die Tram auf Brasilianisch heißt, aus der Altstadt, direkt neben der hochmodernen Kathedrale mit den uralten offenen Waggons sofort auf das gruselig hohe Viadukt fährt. Man kommt sich fast vor wie auf einer Achterbahn! Hat man dann Santa Teresa erreicht, schlängelt sich das Bähnle durch anmutige Gassen, an romantsichen unter Bäumen geduckten Villen vorbei. Ebenso macht der Wagen einen Abstecher zum Depot wo man noch viele weitere uralte Triebwagen sieht. Die Endstation ist eine großzügige Schleife. Wer nur aus "straßenbahntechnischen Gründen" hier herauf gefahren ist, sollte am besten gleich sitzen bleiben und wieder mit ins Zentrum fahren (Rückfahrschein gleich an der Talstation kaufen!). Lt. Einheimischen ist St. Teresa ziemlich gefährlich, so wie auch die Fahrt mit der Tram, weil es häufig vorkommt, dass junge Diebe blitzartig auf die offenen Sommerwägen aufspringen um rasch eine Kamera oder sonstiges von Wert an sich zu reissen und ebenso schnell zu verschwinden. Selbst auf dem Viadukt kommt das vor! Aber man sagt, dass sich Santa Tersa zum Künstlerviertel mausert und damit kommt auch dorthin mehr Polizei und hoffentlich auch mehr Sicherheit! - Uns ist nichts passiert und ich würde diese Fahrt jederzeit wieder machen. Es gilt halt eines wie in ganz Brasilen: Vorsichtig sein! Dann geht's fast immer gut!
Letzter Besuch: Oktober 2002
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