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Für den Transport von 16 Millionen Menschen in İstanbul zu sorgen ist eine Herausforderung (die Untertreibung des Jahres). Doch in den letzten Jahren hat die Regierung begonnen, das ehrgeizige Marmaray-Verkehrsprojekt umzusetzen, mit dem die enormen Verkehrsprobleme der Stadt gelöst werden sollen. Glücklicherweise sind die Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Kuraufenthalt in der Stadt besuchen wird, gut zu Fuß oder mit der Straßenbahn oder dem Bus zu erreichen.
Betreiber des öffentlichen Verkehrsnetzes, darunter Busse, Straßenbahnen, LRT (Light Rail Transit) und Metro, ist İstanbul Elektrik Tramvay ve Tünel (İETT). Seine hervorragende Website (www.iett.gov.tr) bietet nützliche Fahrpläne und Informationen zu den einzelnen Routen auf Türkisch und Englisch.
Beim Löffler-Diamanten, der im Topkapı-Palast aufbewahrt wird, handelt es sich um den fünftgrößten Diamanten der Welt. Seinen Namen verdankt er jemandem, der ihn auf einer Müllhalde fand und dachte, es handle sich um eine Imitation und ihn dann für drei Löffel verschacherte.
Angespornt vom Orakel in Delphi gründete im Jahre 657 vor Chr. ein Mann namens Byzas dort eine Stadt, wo sich das heutige Istanbul befindet. Obwohl es von Alexander dem Großen und später vom Römischen Reich erobert wurde, ist es Byzanz relativ gut ergangen, bis es schließlich einen römischen Kaiser verärgerte, weil es einem seiner Rivalen während eines Bürgerkriegs Rückendeckung gab, woraufhin es zerstört wurde. Im Jahre 330 n. Chr. entstand hier eine neue Stadt, die zuerst Neues Rom genannt, dann aber schnell zu Ehren des neuen römischen Kaisers Konstantin in Konstantinopel umgetauft wurde.
Konstantinopel wurde als Hauptstadt der eurasischen Welt betrachtet, was es sicher größtenteils seiner beeindruckenden Architektur zu verdanken hatte. Viele der christlichen Kirchen, wie das beeindruckende Hippodrom, sind heute noch erhalten. Da das Östliche Römische Reich stetig an Macht zunahm, die im 6. Jh. unter Kaiser Justinian ihren Höhepunkt erreichte, wurde mit der Verschönerung der Stadt fortgefahren. Über die nächsten Jahrhunderte überstand die Stadt Angriffe durch die Heere des islamischen und des bulgarischen Reiches, im Jahre 1204 wurde sie aber schließlich von den Kreuzrittern vollständig geplündert. 50 Jahre später wurde die Stadt vom Byzantinischen Reich zurückerobert.
Im Jahre 1453 kam es zum Fall von Konstantinopel, als die osmanische Armee von Sultan Mehmet II. die Stadt einnahm. Die Osmanen waren es auch, unter denen die klassische Bauweise der Moscheen entwickelt und unter denen viele andere großartige Gebäude der Stadt entstanden. Bald darauf wurde die Stadt in Istanbul umbenannt. Im 18. Jh. überforderte sich das Osmanische Reich militärisch und erlebte einen Niedergang, der auch darauf beruhte, dass es auf den Gebieten der Wissenschaft, der Politik und des Handels weit hinter Europa zurücklag. Dies führte zu Modernisierungsversuchen und internen Machtkämpfen, bei denen in Istanbul sowohl die Janitscharen als auch die Leibwächter des Sultans und eine bedeutende Anzahl von Anhängern des alten Regimes niedergemetzelt wurden.
Letztendlich war es dann der ethnische Nationalismus, der zur Zersplitterung des Osmanischen Reiches führte. Im Jahre 1832 setzte sich schließlich Griechenland zusammen mit Bulgarien, Rumänien und Albanien durch. Ihnen folgten kurz darauf auch die Araber. Währenddessen bereiteten sich auch andere europäische Mächte darauf vor, ihre Grenzen zu erweitern. Russland wollte die Herrschaft des schwankenden Reiches übernehmen und versuchte daher, die Osmanen unter Druck zu setzen. Dies führte zum unsäglichen Krimkrieg, der von 1853-56 ausgetragen wurde, wobei die Türkei sowohl von Großbritannien als auch Frankreich Unterstützung gegen die sich ausbreitende russische Macht erhielt.
Der Beginn des 20. Jh. war von weiteren nationalistischen Aufständen in Mazedonien, Kreta und Armenien gekennzeichnet, wodurch die türkische Stabilität erneut geschwächt wurde, nachdem das Land während des Ersten Weltkriegs Seite an Seite mit Deutschland gekämpft hatte. Das Ergebnis war die britische Besetzung Istanbuls. Der türkische Unabhängigkeitskrieg, bei dem gestärkte nationalistische Truppen Angreifer aus Griechenland, Frankreich und Italien abwehrten, führte 1923 schließlich zur Entstehung der Türkischen Republik.
Der Sitz der neuen Nation wurde nach Ankara verlegt und Istanbul, das nun nicht länger als politisches und kulturelles Machtzentrum betrachtet wurde, erhielt eine untergeordnete Rolle.
Istanbul hat allerdings durch die Verbesserung der Infrastruktur, die Belebung der Kultur und die zunehmend westlich beeinflusste Politik eine Art Wiedergeburt erlebt. Und in der Tat wird der Wunsch nach einem EU-Beitritt heute dadurch unterstützt, dass die größte Stadt der Türkei zu einer fortschrittlichen Metropole geworden ist, die ihren Status als eine der großartigsten Städte der Welt zurückgewinnen möchte.
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